Alte Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein / Schrägaufzug

Neubau 'Schrägaufzug' in Ehrenbreitstein

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Die 53 Jahre in Betrieb gewesene alte Seilbahn zur Festung ist abgebaut. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz teilte der Sesselbahn KG mit, dass der Pachtvertrag für den Sesselbahnbetrieb auf dem landeseigenen Gelände nicht mehr verlängert werde und der Vertrag damit zum Jahresende 2009 ausläuft. Die angesammelten Rücklagen der Seselbahn KG reichen gerade aus, um den Rückbau zu finanzieren. Da jedoch den Mitarbeitern wegen dieser plötzlichen Kündigung Abfindungen zu zahlen sind, musste das Unternehmen Insolvenz beantragen.

Das Projekt des neuen Schrägaufzugs wurde durch das Engagement der EVM und der Thüga als Partner der BUGA 2011 für neue Energien ermöglicht. Der Schrägaufzug wird durch die Doppelmayr-Tochterfirma ABS Transportbahnen errichtet. Damit ist es auch nach dem Abbau der Rheinseilbahn Ende 2013 möglich, die Festung und Jugendherberge ganzjährig bequem zu erreichen - auch mit Gepäckstücken und Kinderwagen, was mit dem alten Sessellift nicht möglich war. Die Benutzung ist so einfach wie bei einem normalen Hausaufzug.

Aus ökologischer Sicht ist der Schrägaufzug ein attraktives Transportmittel: Er ist mit geringem Energieaufwand zu betreiben und bei der einfachen Streckenführung konnte auf die Bedürfnisse das Fauna und Flora in hohem Maße Rücksicht genommen werden. Der Schrägaufzug überwindet auf der 280 Meter langen Strecke eine Höhendifferenz von 94 Metern, wird Platz für 25 Personen bieten und die Besucher in ca. zweieinhalb Minuten hinauf- oder hinunterfahren. Pro Stunde können 213 Personen befördert werden.

Die Fahrtkosten von 5 Euro (Hin- und Rückfahrt) sind während der Bundesgartenschau NICHT im Ticketpreis enthalten, da dieser nicht zum Verkehrskonzept der BUGA gehört. Gäste der Jugendherberge können ohne BUGA-Eintrittskarte den Schrägaufzug benutzen, da sich dessen Bergstation in einem vom BUGA-Gelände abgegrenzten Bereich in der Nähe der Herberge befindet.
Ende März 2011 begannen die Testfahrten des Schrägaufzugs, in der zweiten Aprilwoche findet die TüV-Abnahme statt. Somit steht einem Betrieb zur BUGA 2011 fast nichts mehr im Wege.
Dennoch gibt es offene Fragen, wie der Betrieb über die BUGA hinaus gewährleistet werden soll. Den Betrieb soll ein Tochterunternehmen der Stadtwerke übernehmen, welches sich derzeit in der Gründungsphase befindet. Dieses Unternehmen wird den Schrägaufzug der BUGA-GmbH abkaufen. Die BUGA-GmbH mietet die Anlage während der Bundesgartenschau zurück. über Kosten der Miete und des Kaufpreises ist nichts bekannt.

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letztes update der Seite: Dienstag, 17.05.2011 16:09