Schienenhaltepunkt Koblenz-Stadtmitte am Löhrcenter

Schienenhaltepunkt Koblenz-Stadtmitte

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Entwurdsansicht des Schienenhaltepunkts am Löhr-Center zur BUGA 2011

Bauplan des Baustellenschildes zur BUGA 2011 am Löhr-Center

Entwurfsansicht des Schienenhaltepunkts am Löhr-Center zur BUGA 2011
Pläne für einen Bahnhaltepunkt in der Mitte von Koblenz sind nicht neu. Bereits in den 30er Jahren gab es erste Planungen. Ende der 70er Jahre wurde ein erster Plan aufgestellt und 1983 in den Flächennutzungsplan aufgenommen. 1995 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, den Haltepunkt in den Nahverkehrsplan aufzunehmen. Im April 1999 wurde die Verwaltungen mit den Vorbereitungen der Realisierung beauftragt und im März 2002 ein Workshop zum Haltepunkt mit Ratsmitgliedern, Experten und Bürgern durchgeführt. Der Baubeschluss folgte letztendlich im Oktober 2005.

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering hat der Stadtverwaltung Koblenz für den Neubau des Schienenhaltepunktes Koblenz-Stadtmitte eine Zuwendung in Höhe von bis zu 7,1 Millionen Euro zugesagt. Zusätzlich hat das rheinland-pfälzische Innenministerium der Stadt bereits zu einem früheren Zeitpunkt Zuwendungen in Höhe von circa 2 Millionen Euro für vorbereitende Maßnahmen und die Planung des Schienenhaltepunktes zugesagt. Das Land übernimmt damit den Großteil der Kosten, betonte Minister Hering. Die Gesamtkosten für die Maßnahme wurden mit rund 11,8 Millionen Euro veranschlagt, erhöhten sich aber während der Bauzeit auf ca. 17,5 Millionen Euro.

Der Haltepunkt ist zudem ein wichtiger Baustein im Verkehrskonzept der BUGA 2011 in Koblenz, so Minister Hering abschließend. „Es ist geplant, dass der Schienenhaltepunkt Stadtmitte zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2010 betriebsbereit ist. Die Arbeiten sollen im März 2009 beginnen“,so der Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte- Wissermann.

Der neue Schienenhaltepunkt erhält auf der Seite des Löhr-Centers einen 185 Meter langen Außenbahnsteig und einen 216 Meter langen Mittelbahnsteig. Der gesamte Haltepunkt wird barrierefrei ausgebaut: Die Bahnsteighöhe ist mit 76 Zentimeter über Schienenoberkante auf die Schienenfahrzeuge abgestimmt, die Bahnsteige erhalten Blindenleitsysteme und werden über Rampen bzw. Aufzüge behindertengerecht erschlossen. Der Mittelbahnsteig wird über zwei Personenunterführungen im nördlichen und südlichen Bereich des Haltepunktes erschlossen. Der Hauptzugang zum neuen Haltepunkt im Bereich der Herz-Jesu-Kirche wird ebenfalls neu gestaltet. [Lokalanzeiger 7. Januar 2009]
Ob der Schienenhaltepunkt Stadtmitte in Koblenz bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau im April 2011 fertig wird, ist noch nicht sicher. Klar ist nur: Der ursprünglich anvisierte Termin - Fertigstellung bis zum Fahrplanwechsel 2010 - wird nicht zu halten sein. Ebenfalls offen ist die Frage, ob es doch noch einen direkten Zugang vom Haltepunkt zum Löhr-Center geben wird. [Lokalanzeiger 4. November 2009]

Der Schienenhaltepunkt Stadtmitte in Koblenz wird noch einmal deutlich teurer, als befürchtet: 18,5 Millionen Euro brutto.
Erst im Sommer war die jüngste Kostensteigerung auf 13,1 Millionen Euro zur Kenntnis genommen worden. Jetzt soll es um weitere 5,4 Millionen Euro hochgehen.
• Mehr Erde sei ausgehoben worden und diese sei stärker belastet, als erwartet. Mehrkosten: 61.000 Euro
• Für die Sicherung der Baustelle muss trotz des automatischen Warnsystems Personal an Ort und Stelle sein. Mehrkosten: 231.000 Euro
• Die Entwässerung des Haltepunkts wird sehr viel aufwendiger und damit teurer, als zunächst geplant. Mehrkosten: 381.000 Euro
• Die Eröffnung des Haltepunkts nach Plan zur BUGA ist nur mit einer kostenträchtigen Baubeschleunigung zu machen. Mehrkosten: mindestens 714.000 Euro (im schlechtesten Fall 1,7 Millionen Euro)
• zwölf Positionen mit der überschrift „unvorhergesehene Leistungsänderungen im Bau“. Mehrkosten gesamt: gut 2,6 Millionen Euro
• Die Bausumme erhöht sich – und damit auch der Honoraranspruch der Planer. Mehrkosten: 375.000 Euro
• Puffer für Unvorhergesehenes – und für den Fall, dass die Beschleunigung des Baus so teuer wird, wie im schlechtesten Fall kalkuliert. Mehrkosten: 1 Million Euro
[Mainzer Rhein-Zeitung 03.12.2010]


Haarscharf am Stopp vorbei: Koblenzer Streitobjekt wird weiter gebaut
Am späten Montagabend sorgte eine knappe Mehrheit in der Sondersitzung des Stadtrats für endgültige Klarheit: Es wird weiter gebaut. Damit wurde auch der nahezu Verdoppelung des ursprünglichen Budgets von 9,1 Millionen Euro aus dem Jahr 2005 zugestimmt. Die Kostenexplosion des Projekts wurde nun bei 17,5 Millionen Euro (nach Streichung der Beschleunigungskosten) gestoppt. Nun müsse diese skandalöse Verschwendung von Steuergeldern schonungslos aufgeklärt werden. „Es muss aufgedeckt werden, wer welche Verfehlungen zu verantworten hat, und ob, und wenn ja, gegen wen, die Stadt Koblenz Regressforderungen geltend machen kann“, so Biebricher (CDU). Ein Rückbau würde die Stadt Koblenz erheblich mehr kosten als die Fertigstellung.
[Lokalanzeiger Koblenz 19.01.2011]
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letztes update der Seite: Dienstag, 11.10.2011 13:43